Westfälische Rundschau, 05.03.2009

SMITHY zum ersten Mal unplugged

Südkreis. Ihr Name steht für tolle Liveauftritte und garantierte Stimmung: Die Partyrocker der Cover-Band "Smithy" haben in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen.

... Klar, dass das kräftig gefeiert werden soll; wobei das Sextett dabei auch das Wagnis eingehen will, "sich auf musikalisches Neuland zu begeben", verrät Lutz Otto.

Der Sänger der Band ist seit 1990 mit dabei, gehörte somit fast zu den Gründungsmitgliedern um Rainer Schmitt ("Smithy"), von denen aber keiner mehr mitspielt: "Den letzten der Startformation, Peter Schilling, haben wir vor gut zwei Jahren in Frührente geschickt", grinst Otto.

Partyrocker: Thorsten Metz, Lutz Otto, Michael Ziegemeyer, Oliver Maikranz, Wolfram Kottwig und Oliver Seppelt. (WR-Bild: Esser)

Und das ist vielleicht auch ein Geheimnis des besonders in den letzten sechs Jahren konstant gewachsenen Erfolges: dass immer wieder ausscheidende Mitglieder durch jüngere Musiker ersetzt wurden - die entsprechend auch die Fanstruktur auffrischten. "Wir sind Massenkompatibel", lacht Keyboarder Oliver Maikranz. Das läge am Programm mit Bandbreite von rund 100 der größten Partyhits der vergangenen vier Jahrzehnte - von Queen, Bon Jovi über Green Day, Robbie Williams bis hin zu BAP oder der Neuen Deutschen Welle.

Um nah am Puls, beziehungsweise dem Beat der Zeit zu bleiben, werden ständig aktuelle Hits neu ins Programm genommen. Nicht immer ganz reibungslos: "Bei Seven Nation Army von den White Stripes konnte ich mich nur schwer gegen die Anderen durchsetzen", erzählt Gitarrist Thorsten Metz, dem der Erfolg bei den Fans letztlich Recht gab. Durch neue Cover-Hits spreche man auch das junge Publikum an. "Fans, die dann mit uns wachsen", so der Ennepetaler. Deren Altersbandbreite reiche von 16-60 Jahren.

Ob es bei ihrem Repertoire denn auch vorkomme, dass sie Tophits als Partykracher spielen müssten, die ihnen eigentlich zum Hals raushängen? "Na, klar" lacht Lutz Otto, der zugibt, "Sauerland" nicht mehr zu seinen Lieblingsstücken zu zählen. Thorsten Metz schüttelt sich bei "Aloha heja he" und Drummer Michael Ziegemeyer ruft spontan "Barbara Ann" in die feixende Runde im Proberaum im Gevelsberger Jugendzentrum. Wobei alle zustimmen: "Wenn die Fans dann aber voll abgehen, ist die Hassliebe vergessen."

Kein Ehrgeiz für eigene Stücke Den Ehrgeiz, eigene Stücke auf die Bühne zu bringen, verspüre keiner mehr. "Das haben wir teilweise vorher über zehn Jahre in anderen Bands gemacht", berichtet Thorsten. "Und wenn du dann in Kneipen vor 30 Leuten spielst, wobei 20 deine Musik gar nicht interessiert, und jetzt vor 1000 Leuten im Festzelt auftrittst, die alle bei "Sexy" abrocken und laut mitsingen - was macht wohl mehr Spaß?"

Trotz allen Erfolges mit den Klassikern "MaiRock" und "Rock-X-mas", und obwohl Smithy beim Görlitzer Brauereifest vor 8000 Menschen spielte, bleiben die Jungs auf dem Boden: "Wir sind Hobbymusiker." Als Routiniers sonst wenig vor Auftritten nervös, wollen die Jungs am 28. März ihre Fans im Gevelsberger "filmriss" überraschen und Neues wagen. Lutz Otto: "Wir spielen zum ersten Mal überhaupt ein ganzes Konzert unplugged". Cover-Songs von denen viele im Smithy-Stil umgeschrieben wurden.

Karten für das "Smithy Unplugged" Konzert auf der Bühne im Gevelsberger Filmriss-Kino gibt es für 8 Euro im Vorverkauf (10 € AK) bei Zweirad Gehle (Schwelm), Filmriss-Kino, Radio Meckel (Gevelsberg) und Schuh- und Schlüsseldienst Metz (Ennepetal).

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